{"id":643,"date":"2011-04-14T10:00:00","date_gmt":"2011-04-14T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/?p=643"},"modified":"2024-03-30T12:50:03","modified_gmt":"2024-03-30T12:50:03","slug":"screening-discussion-angela-melitopoulos-und-maurizio-lazzarato","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/?p=643","title":{"rendered":"Screening\/Discussion: Angela Melitopoulos und Maurizio Lazzarato"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:3px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>SCREENING: Assemblages (2010)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Donnerstag, 14.04.2011, 20.00 Uhr<br>Ort: Schillerplatz 3, M13<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DISKUSSION: Psychoanalyse, Guattari, Kino<\/strong><strong>&nbsp;mit Angela Melitopoulos und Maurizio Lazzarato.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Freitag, 15.04.2011, 14.00 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>Ort: Schillerplatz 3, PhD-in-Practice-Raum DG12<br>Eine Kooperation des Instituts f\u00fcr Kunst und Kulturwissenschaften, Center for Art \/Knowledge (CAK), PhD in Practice und des Instituts f\u00fcr Bildende Kunst \/ Ordinariat f\u00fcr Kunst und Medien<\/p>\n\n\n\n<p>Veranstaltung in englischer und franz\u00f6sischer Sprache<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SCREENING: \u00a0Assemblages (2010)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Assemblages ist ein audiovisuelles Forschungsprojekt \u00fcber F\u00e9lix Guattari und seine revolution\u00e4re psychiatrische Praxis, sein politisches Engagement, seine Vorstellungen \u00fcber \u201cecosophy\u201d und sein Interesse am Animismus vor allem im brasilianischen und japanischen Kontext. Subjektivit\u00e4t verliert im Werk von Guattari, wie auch in animistischen Gesellschaften, ihren transzendenten und transzendentalen Status, von dem das westliche Paradigma charakterisiert wird. Guattaris Denken und das Denken animistischer Gesellschaften finden in dieser Auffassung von Subjektivit\u00e4t eine gemeinsame Grundlage. Aspekte einer polysemischen, transindividuellen und animistischen Subjektivit\u00e4t charakterisieren gleicherma\u00dfen die Welt der Kindheit, der Psychose, amour\u00f6ser oder politischer Passionen, sowie auch k\u00fcnstlerischer Sch\u00f6pfung.<br><br>Die Installation pr\u00e4sentiert Ausschnitte aus Dokumentar-, und Essay-Filmen, Radio-Interviews, Gespr\u00e4chen mit Freunden und Kollegen von Guattari und Materialien aus der Klinik La Borde in Frankreich und der institutionellen Psychotherapie, darunter Filme von Fernand Deligny, Renaud Victor, Fran\u00e7ois Pain und anderen, sowie neues Material, das im Rahmen der Forschungsarbeiten in Brasilien gedreht worden ist. Pr\u00e4sentiert als ein Triptychon unterschiedlich gro\u00dfer Leinw\u00e4nde, verweist die Installation auf die Ideen von Bewegung und Gravitation in den Kartographien animistischer Kunst sowie auf die Konzepte des Immateriellen in der asiatischen Kunst. Jeder Bildschirm verst\u00e4rkt eine Sinnesmodalit\u00e4t: Sehen, H\u00f6ren, Lesen. Die Montage des archivierten Materials spiegelt Guattari\u2019s Begriff der \u201eAssemblage\u201c, der sich als Hauptthema durch die gesamte Installation zieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Teilnahme von Eduardo Viveiros de Castro, (Anthropologe, Museu Nacional, Rio de Janeiro), \u00c9ric Alliez (Philosoph, Paris), Jean Claude Polack (Psychiater und Psychoanalytiker, Paris), Barbara Glowczewski (Anthropologin, Paris), Peter P\u00e1l Pelbart (Philosophieprofessor , Sao Paolo), Janja Rosangela Araujo (CapoeiraMEISTERIN? Angola, Professorin , Salvador de Bahia), Jean Jacques Lebel, (K\u00fcnstler, Paris).Assemblages wird in der Ausstellung Animism als erweiterte Version in der Generali Foundation in Wien im September 2011 und im Haus der Kulturen der Welt in Berlin 2012 pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angela Melitopoulos<\/strong> ist in M\u00fcnchen geboren und lebt und arbeitet in Berlin. Sie ist eine unabh\u00e4ngige K\u00fcnstlerin im Bereich zeitbasierter K\u00fcnste. Sie produziert Video-Essays, Installationen, Dokumentarfilme und Sound-Arbeiten, kuratiert Ausstellungen und h\u00e4lt Seminare ab. Ihr Studium absolvierte sie bei Nam June Paik in D\u00fcsseldorf. Ihre Arbeit besch\u00e4ftigt sich vor allem mit Fragen der Dauer und mnemonischen Mikroprozessen innerhalb k\u00fcnstlerisch-dokumentarischer Formen. Ihre Videos und Rechercheprojekte z.B Passing Drama, Timescapes\/B-Zone, The Cell. Antonio Negri und das Gef\u00e4ngnis, The Language of Things, Assemblages wurden im Rahmen zahlreicher internationaler Festivals, Ausstellungen und Museen gezeigt (unter anderem in Forum Expanded Berlin, Antonin Tapies Foundation Barcelona, KW Institut f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst Berlin, Manifesta 7, Centre Georges Pompidou Paris, Whitney Museum New York). Sie arbeitet mit politischen Migrationsnetzwerken zusammen und ver\u00f6ffentlicht theoretische Publikationen. Sie unterrichtet sie als Gastprofessorin an Universit\u00e4ten und Kunstakademien in Deutschland, Italien und den Niederlanden.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Maurizio Lazzarato<\/strong> ist in Italien geboren und lebt und arbeitet in Paris. Er ist unabh\u00e4ngiger Soziologe und Philosoph, spezialisiert in den Beziehungen von Arbeit, \u00d6konomie und Gesellschaft. Lazzarato lehrt an der Universit\u00e4t von Paris I und ist Mitbegr\u00fcnder der Zeitschrift multitudes, wo er heute Redaktionsmitglied ist. \u00a0Publikationen (Auswahl): Le Bassin de Travail Immat\u00e9riel (BTI) dans la m\u00e9tropole parisienne, L&#8217;Harmattan, 1996. Videophilosophie, Zeitwahrnehmung im Postfordismus, E.Books, 1998. Umherschweifende Produzenten. Immaterielle Arbeit und Subversion, ID-Verlag, 1998. Puissances de l\u2019invention. La psychologie \u00e9conomique de Gabriel Tarde contre l\u2019\u00e9conomie politique, Les Emp\u00eacheurs de penser en rond , 2002. Les r\u00e9volutions du capitalisme, Les Emp\u00eacheurs de penser en rond, 2004. La politica dell&#8217;evento, 2004, Le gouvernement des in\u00e9galit\u00e9s: critique de l&#8217;ins\u00e9curit\u00e9 n\u00e9olib\u00e9rale, 2008, \u00c9ditions Amsterdam<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>THU 14.04.2011 | 8pm<br \/>\nFR 15.04.2011 | 2pm<\/p>\n<p>Assemblages ist ein audiovisuelles Forschungsprojekt \u00fcber F\u00e9lix Guattari und seine revolution\u00e4re psychiatrische Praxis, sein politisches Engagement, seine Vorstellungen \u00fcber \u201cecosophy\u201d und sein Interesse am Animismus vor allem im brasilianischen und japanischen Kontext. 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