{"id":606,"date":"2010-04-29T10:00:00","date_gmt":"2010-04-29T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/?p=606"},"modified":"2024-03-29T20:21:34","modified_gmt":"2024-03-29T20:21:34","slug":"talk-doris-guth-performing-emotion-performing-gender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/?p=606","title":{"rendered":"Talk: Doris Guth &#8211; Performing emotion \u2013 performing gender"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:3px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Thur 29.04.2010 &#8211; 11h<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Performing emotion \u2013 performing gender<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Das Liebespaar und seine Repr\u00e4sentation in Lifestyle-Zeitschriften<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Liebe ist als eine kulturelle Praxis zu verstehen, die in einem komplexen Zusammenspiel von individuellem Begehren und F\u00fchlen als auch von gesellschaftlichen Erwartungen, Normen und Vorstellungen anzusiedeln ist. Welche Liebe erlaubt, lebbar oder toleriert ist, h\u00e4ngt von gesellschaftlichen Faktoren, \u00f6konomischen Interessen, religi\u00f6sen Konzeptionen und moralischen Vorstellungen ab, die wiederum den Rahmen f\u00fcr die subjektive Liebespraxis (Erwartungen, Verhalten\u2026) darstellen. Das Ein\u00fcben der kulturellen Liebespraxis geht einher mit dem Erlernen geschlechtsspezifischen Gef\u00fchlsverhaltens und der Aneignung des Geschlechts. Dieser Prozess kann unter die pr\u00e4gnante Formel \u201eperforming emotion\u201c als \u201eperforming gender\u201c zusammengefasst werden. Diese Subjektivierungsprozesse stehen in einer Wechselwirkung mit medial vermittelten \u201eLiebes-Bilder\u201c, die zwar Teil unserer romantischen Vorstellungswelten von Liebe geworden sind, sich aber mit den konkreten Herausforderungen unserer t\u00e4glichen Lebens- und Liebessituationen nur bedingt in Einklang bringen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand einer konkreten Analyse von Lifestyle-Zeitschriften gehe ich der Frage nach der Darstellung von Liebespaaren als Kristallisationspunkt idealer Liebeswelten und als Symbol f\u00fcr Liebe schlechthin nach. Welche Blick- und K\u00f6rperdirektiven, visuelle Codes, Attribute und Settings werden verwendet, um die Liebesbeziehung zwischen erwachsenen Menschen ins Bild zu bringen? Kann eine Art Typologie der Paardarstellungen erarbeitet werden? Welche Erkenntnisse bringt die Analyse von Paardarstellungen \u00fcber die Repr\u00e4sentation von Geschlechterverh\u00e4ltnissen und dem Wechselverh\u00e4ltnis zwischen \u201eperforming emotion\u201c und \u201eperforming gender\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>Doris Guth<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>THU 29.04.2010 | 11am<\/p>\n<p>Liebe ist als eine kulturelle Praxis zu verstehen, die in einem komplexen Zusammenspiel von individuellem Begehren und F\u00fchlen als auch von gesellschaftlichen Erwartungen, Normen und Vorstellungen anzusiedeln ist. Welche Liebe erlaubt, lebbar oder toleriert ist, h\u00e4ngt von gesellschaftlichen Faktoren, \u00f6konomischen Interessen, religi\u00f6sen Konzeptionen und moralischen Vorstellungen ab, die wiederum den Rahmen f\u00fcr die subjektive Liebespraxis (Erwartungen, Verhalten\u2026) darstellen. Das Ein\u00fcben der kulturellen Liebespraxis geht einher mit dem Erlernen geschlechtsspezifischen Gef\u00fchlsverhaltens und der Aneignung des Geschlechts.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-606","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/606","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=606"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/606\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":607,"href":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/606\/revisions\/607"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=606"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=606"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kdm.akbild.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=606"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}